Physiologisches Management!

Wieso steigt die Fehlerquote Mitten im Projekt? Wieso knicken Mitarbeiter kurz vor der Deadline ein und begehen banale Irrtümer, die sonst nie auftraten?

Wie ein Bundestrainer am Spielfeldrand ist es wichtig, die Möglichkeiten und Kompetenzen von Mitarbeitern nach ihrer aktuellen  Lage einschätzen zu können. Wer den Blick nur auf die Sachfragen eines Projektes richtet und die Arbeitssituation aus dem Auge verliert, kann sein Ziel nur noch mit Glück erreichen. Aber die erwünschte Kontrolle über das laufende Geschehen droht verloren zu gehen!

Dabei gehen körperliche wie auch kognitive Erschöpfungszustände Hand in Hand. Die Funktionsweise – Physiologie – des Körpers lässt Vieles nicht zu, das man als Laie in Unkenntnis abfordert.

Obwohl Usain Bolt 100 Meter in unter 10 Sekunden läuft ist trotzdem jedem klar, dass er einen Marathon von 42 Kilometern kaum mit derselben Geschwindigkeit in dann rund einer Stunde bewältigen könnte. Dennoch werden in Wirtschaft und Technik Arbeitsaufwand und Zeitpläne für Projekte immer wieder mit genau diesem Denkfehler konzipiert. Damit ist das Scheitern bereits in der Konzeptionsphase angelegt!

Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit und angemessene Einflussnahme in kritischen Situationen sind seit Jahrzehnten Inhalte der Trainingswissenschaft. Die dort gesammelten Erfahrungen wurden in zahllosen Situationen praktischer Überprüfung unterzogen. Dauerbelastungen, Intervalle oder zyklisierte Planungen sind in der Trainingswissenschaft Standard.

So wie der clevere Ingenieur seine Maschinen kennt, so sollte der umsichtige Manager um die physiologischen Zusammenhänge von Leistungsdruck beim Menschen wissen. Die physiologischen Grenzen der Leistungsfähigkeit, körperlich wie kognitiv sollten jedem Teamleiter und Projektmanager bewusst sein! Ein Wissenstransfer zu Lösungsansätzen aus der Trainingswissenschaft liegt auf der Hand, wird jedoch bislang nur von Ausnahme-Managern genutzt…

 

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